Energieeffizienz in Ghana

Energieeffizienz Ghana am 28. November 2012 in München

Im Rahmen der Exportinitiative Energieeffizienz fand am 28. November 2012 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Energieeffizienz in Ghana mit Schwerpunkt auf energieeffiziente Beleuchtung“ in München statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, klein- und mittelständische deutsche Unternehmen unverbindlich über Möglichkeiten und Chancen auf dem ghanaischen Markt zu informieren. Durchgeführt wird die Veranstaltung von der eclareon GmbH.

Ghanas Energieressourcen und -struktur sind stark strapaziert und es kommt gelegentlich zu Stromausfällen. 2010 wurden insgesamt knapp über 10.000 GWh erzeugt, 6.800 GWh wurden verbraucht (Statistik ohne Transformationsverluste), wobei 40% in privaten Haushalten und 46% in der Industrie verbraucht worden sind. Der Strombedarf selbst wächst mit rund 7% pro Jahr, aber 30% der erzeugten Energie geht in ineffizienten Anwendungen verloren. Mittels einer Strategie sowohl das Energiesystem zu stärken als auch dieser Entwicklung gegenzusteuern, setzt das Land auf energieeffiziente Produkte, v.a. auf Haushaltsgeräte und –einrichtungen (Kühlschränke, Kühlgeräte) sowie Beleuchtung.

Ein erster Schritt wurde im April 2003 unternommen als die Regierung Importzölle aufgehoben und einen Mehrwertsteuererlass auf Energiesparlampen eingeführt hat. Darüber hinaus hat das Land einen Standard für Leuchtstoffröhren eingeführt, um die Verbraucher vor schlechten oder falschen Produkten zu schützen. Unter diesem Standard sollen die Lampen eine minimale Lebensdauer von 6.000 Stunden haben und 30 Lumen pro Watt aufzeigen. 2005 erließ Ghana einen Labeling- und Energieeffizienzstandard für Kühlgeräte und Leuchtstoffröhren (LI 1815 – Non-ducted air conditioners and self-ballasted fluorescent lamps regulation). Ghana ist damit das erste Land der Subsahara, das verpflichtende Angaben zur Energieeffizienz implementiert hat.  

Auf Basis dieser Informationen will die Informationsveranstaltung „Energieeffizienz in Ghana“ mit Experten aus Deutschland und den Zielländern den teilnehmenden deutschen Unternehmen diese Entwicklungen im Detail erläutern und auf mögliche Wirtschaftspotenziale hinweisen.