Solarenergie in Pakistan

Solarenergie in Pakistan am 11. September 2012 in München

Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien fand am 11. September 2012 eine Informationsveranstaltung zum Thema Solarenergie in Pakistan in München statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, klein- und mittelständische deutsche Unternehmen unverbindlich über Möglichkeiten und Chancen auf dem pakistanischen Markt zu informieren. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der eclareon GmbH.

Pakistan besitzt eine der weltweit höchsten Sonneneinstrahlungen mit durchschnittlich rund 5,3 kWh/m2 am Tag. Besonders die Region Belutschistan im Südwesten des Landes wird täglich mit bis zu 8,5 Stunden mit Sonne verwöhnt, was im Jahr mehr als 3.000 Sonnenstunden bedeutet. Dennoch befindet sich die Nutzung der Solarenergie zur Strom- oder Wärmeerzeugung noch in den Anfängen. Bereits Anfang der 1980er Jahre installierte die pakistanische Regierung über das ganze Land verteilt 18 PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 440 kW. Angesichts fehlenden technischen Knowhows hinsichtlich Betrieb und Wartung der Anlagen wurden seitdem keine weiteren Anlagen installiert. Deswegen und mittels der Gründung des Alternative Energy Development Board (AEDB) des Ministry of Water and Power in Pakistan bemüht sich die pakistanische Regierung aktuell um die Errichtung weiterer erneuerbarer Energien-Anlagen, darunter auch die Installation von Solaranlagen zur Strom- und Warmwassererzeugung. 

Laut einer Meldung der Deutschen Energie-Agentur vom August 2011 will Pakistan möglichst bald ein Einspeisetarifsystem für erneuerbare Energien auf den Weg bringen. Demnach berichtete jüngst die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass aktuell schon 30 Unternehmen die Genehmigung zur Installation von erneuerbare Energien-Anlagen mit einer geschätzten Gesamtkapazität von insgesamt 1,5 GW erteilt wurde. Eine Förderung für diese Anlagen von staatlicher Seite ist vorgesehen. 

Auf Basis dieser Informationen will die Informationsveranstaltung „Solarenergie in Pakistan“ mit Experten aus Deutschland und den Zielländern den teilnehmenden deutschen Unternehmen diese Entwicklungen im Detail erläutern und auf mögliche Wirtschaftspotenziale hinweisen.